Bericht zur Einführung von DMARC und MTA-STS in Australien 2026
Das Ausmaß der Cyberbedrohungslage in Australien ist keine Prognose mehr, sondern bereits Realität. In einem Bericht aus dem Jahr 2025 stellte das Australian Signals Directorate fest, dass es auf mehr als 1.200 Cybervorfälle mit hoher Priorität, was einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und keinen vorübergehenden Anstieg, sondern einen anhaltenden Trend signalisiert. Die finanziellen Folgen verschärfen das Bild zusätzlich. Große australische Unternehmen melden mittlerweile durchschnittliche Kosten durch Cyberkriminalität von über 200.000 Dollar pro Vorfall, was einem Anstieg von 219 % innerhalb nur eines Jahres. Das entspricht etwa einer neuen Meldung alle sechs Minuten.
Die politische Reaktion erfolgte zügig: Im April 2025 traten die Vorschriften zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen (SOCI) in Kraft. Damit wurde klargestellt, dass Cybersicherheit in Australien nicht länger eine freiwillige Maßnahme ist, sondern eine gesetzliche Verpflichtung gemäß dem Cybersicherheitsgesetz von 2024 als Teil der australischen Cybersicherheitsstrategie 2023–2030.
Die Daten zeichnen vor Ort ein anderes Bild. Die meisten australischen Domains verfügen über einen DMARC-Eintrag, doch nur 46,7 % setzen diesen tatsächlich durch. Der Rest befindet sich im Überwachungsmodus, während die E-Mail-Kanäle weiterhin angreifbar bleiben. Unterdessen hat die jährliche Betrugsepidemie im Jahr 2025 die 2-Milliarden-Dollar-Marke überschritten und läuft weiterhin größtenteils über genau diese Lücken ab.
Dieser Bericht schlüsselt die E-Mail- und Domain-Sicherheitslage in Australien nach Branchen auf, um zu ermitteln, wie es um die Durchsetzung von DMARC steht, wo es bei der Transitverschlüsselung noch Defizite gibt und wie die strukturellen Sicherheitsrisiken tatsächlich aussehen.
Berichtsanfrage – Einführung von DMARC in Australien
"*" kennzeichnet Pflichtfelder














