Finanzinstitute in Südafrika weisen im Vergleich zu anderen Branchen relativ höhere Raten bei der erstmaligen DMARC-Implementierung auf. Die Verschlüsselung auf Transport-Ebene mittels MTA-STS ist in der Branche jedoch nach wie vor weitgehend ungenutzt. Bei einem Teil der untersuchten Finanzinstitute fehlen DMARC-Einträge noch gänzlich oder sie befinden sich weiterhin auf der Ebene der passiven Überwachung, wobei die Einführung von DNSSEC nach wie vor begrenzt ist.
Staatliche Einrichtungen und Regierungsdomains unterhalten in der Regel grundlegende SPF-Einträge, doch die Umsetzung der Richtlinien bis hin zu einer aktiven Durchsetzung verläuft nur langsam. Ein beträchtlicher Anteil der Domains im öffentlichen Sektor arbeitet weiterhin mit passiven „p=none“-Richtlinien oder verfügt gänzlich nicht über DMARC-Schutz, während der Einsatz von MTA-STS so gut wie nicht vorhanden ist.
Private und öffentliche Gesundheitsnetzwerke verarbeiten riesige Mengen sensibler personenbezogener Daten, sind jedoch nach wie vor äußerst anfällig für Spoofing-Angriffe. Viele Gesundheitsdienstleister verlassen sich weiterhin auf passive Überwachungsmaßnahmen, wodurch medizinische Verwaltungssysteme und Kanäle zur Verarbeitung von Patientendaten für Spoofing-Angriffe anfällig bleiben.
Hochschuleinrichtungen und akademische Forschungsnetzwerke stützen sich in hohem Maße auf passive Überwachungsmaßnahmen. In Verbindung mit einer unzureichenden Durchsetzung von Ablehnungsregeln und fehlenden Authentifizierungsprotokollen sind akademische Netzwerke, Repositorien für geistiges Eigentum und die Kommunikation zwischen Studierenden einem anhaltenden Risiko ausgesetzt.
Wichtige Versorgungs- und Stromerzeugungsunternehmen führen grundlegende SPF-Einträge, doch die Umstellung auf eine aktive Durchsetzung nach dem „p=reject“-Prinzip ist noch nicht abgeschlossen. Da ein Teil der Domains weiterhin nur unter Überwachungsrichtlinien steht und keine MTA-STS-Verschlüsselung verwendet, bestehen weiterhin Risiken durch das Abfangen von E-Mails entlang der Lieferketten der Versorgungsunternehmen.
Medien- und Rundfunkunternehmen setzen moderne E-Mail-Sicherheitskonzepte nur in begrenztem Umfang ein. Die starke Abhängigkeit von passiven Richtlinien und fehlende DMARC-Konfigurationen ermöglichen es Angreifern, sich als Nachrichtenorganisationen und Pressekanäle von Unternehmen auszugeben.
Telekommunikationsanbieter weisen unterschiedliche Standardkonfigurationen auf, wobei gelegentlich SPF-Syntaxfehler auftreten. Da man sich auf passive Überwachung verlässt und die Verschlüsselung auf der Transit-Ebene nur in geringem Umfang eingesetzt wird, sind die Kommunikationskanäle der Teilnehmer anfällig für Phishing und Markenmissbrauch.
Logistik- und Lieferkettenmanager verzeichnen moderate Fortschritte bei der Umsetzung aktiver Sicherheitsmaßnahmen. Ein erheblicher Teil beschränkt sich jedoch nach wie vor auf reine Überwachungsmaßnahmen, und eine Verschlüsselung auf Transportebene wird nur selten eingesetzt, wodurch die Lieferkettenunterlagen dem Risiko des Abfangens ausgesetzt sind.