Wichtigste Erkenntnisse
- Die Überprüfung von Links vor dem Anklicken kann verhindern, dass man Opfer von Phishing-Angriffen und Malware wird.
- Die Überprüfung der Sicherheit eines Links ist wichtig, um Ihr Gerät und Ihre persönlichen Daten vor Cyberkriminellen zu schützen.
- Der Einsatz zuverlässiger Tools und Methoden, wie beispielsweise der URL-Prüfung und der SSL-Analyse, kann dabei helfen, die Sicherheit von Links effektiv zu beurteilen.
- Es ist wichtig, die Antiviren-Software auf dem neuesten Stand zu halten, um potenzielle Sicherheitsbedrohungen im Zusammenhang mit Links zu erkennen.
- Der Einsatz von Link-Checkern hilft Ihnen dabei, die Sicherheit von URLs besser einzuschätzen, bevor Sie darauf klicken.
Jeden Tag werden Milliarden von Phishing-E-Mails verschickt, und die meisten davon beginnen mit etwas, das völlig harmlos aussieht: einem Link. Er scheint von Ihrer Bank, Ihrem Geschäftsführer, einem Kurierdienst oder einer anderen Person zu stammen, der Sie vertrauen. Ein einziger Klick auf den falschen Link kann dazu führen, dass Ihre Zugangsdaten gestohlen werden, sich Malware auf Ihrem Gerät befindet oder Geld von Ihrem Konto verschwindet.
Das Gute daran? Das Überprüfen eines Links dauert nur etwa fünf Sekunden, wenn man weiß, welches Tool man verwenden muss. Dieser Leitfaden stellt vier kostenlose Link-Checker vor, die es wert sind, mit einem Lesezeichen versehen zu werden, angefangen mit dem Phishing-Link-Checker von PowerDMARC selbst und den fünf manuellen Warnsignalen, die man auch ohne Tool innerhalb von Sekunden erkennen kann.
Warum Sie einen Link immer überprüfen sollten, bevor Sie darauf klicken
Unsichere Links sind für Angreifer eine der einfachsten Möglichkeiten, sich Zugang zu einem System zu verschaffen. Laut dem Internet Crime Report 2024 des FBI war Phishing weiterhin die am häufigsten gemeldete Form der Cyberkriminalität, wobei Tausende von Beschwerden direkt mit bösartigen Links in Verbindung standen.
Das steht tatsächlich jedes Mal auf dem Spiel, wenn Sie ohne nachzudenken klicken:
- Schutz vor Malware: Es ist äußerst wichtig, zu prüfen, ob ein Link sicher ist, um Ihr Gerät vor schädlicher Software zu schützen. Das Anklicken unsicherer Links kann zur Installation schädlicher Programme führen, die Ihren Computer beschädigen oder Ihre Daten stehlen können.
- Betrugsprävention: Die Überprüfung der Sicherheit von Links ist eine wichtige Maßnahme gegen Online-Betrug. Cyberkriminelle nutzen häufig betrügerische Links, um Nutzer zur Preisgabe persönlicher Daten zu verleiten, was zu Identitätsdiebstahl oder Finanzbetrug führen kann.
- Schutz vor Phishing: Die Überprüfung sicherer Links hilft, sich vor Phishing-Angriffen zu schützen. Cyberangreifer tarnen schädliche Links oft als vertrauenswürdige Quellen, um Nutzer dazu zu verleiten, sensible Daten wie Benutzernamen, Passwörter oder Kreditkartendaten preiszugeben.
- Datenschutzgarantie: Die Überprüfung der Sicherheit eines Links ist für den Schutz Ihrer Privatsphäre unerlässlich. Das Anklicken ungesicherter Links kann dazu führen, dass Ihre persönlichen Daten in die Hände Unbefugter gelangen und Ihre Privatsphäre im Internet gefährdet wird.
- Gerätesicherheit: Die Gewährleistung der Sicherheit von Links ist für den Schutz Ihres Geräts von grundlegender Bedeutung. Das Anklicken unsicherer Links kann Schwachstellen verursachen, die von Hackern ausgenutzt werden können und somit die Sicherheit und Funktionsfähigkeit Ihres Computers oder Smartphones gefährden.
Die 4 besten kostenlosen Tools zur Linkprüfung
Dies sind die vier Online-Tools zur Linkprüfung, die Sie sich das nächste Mal ansehen sollten, wenn Sie überprüfen möchten, ob ein Link sicher ist. Sie sind kostenlos, schnell und erfordern keine Anmeldung.
PowerDMARC Phishing-Link-Checker (Unsere erste Wahl)
Am besten geeignet für: Alle, die gerade einen verdächtigen Link per E-Mail, SMS oder über eine Messaging-App erhalten haben und sich ein schnelles, fundiertes Urteil wünschen.
Der Phishing-Link-Checker von PowerDMARC wurde für einen ganz bestimmten Anwendungsfall entwickelt: Jemand erhält einen verdächtigen Link in einer E-Mail und möchte wissen, ob dieser sicher ist, bevor er darauf klickt. Fügen Sie die URL ein, und das Tool gleicht sie mit zwei unabhängigen Bedrohungsdatenbanken ab, führt heuristische Prüfungen auf Phishing-Anzeichen durch (ähnliche Domains, verdächtige TLDs, irreführende Subdomains) und verfolgt die gesamte Weiterleitungskette serverseitig, sodass Ihr Browser niemals mit der verdächtigen URL selbst in Berührung kommt. Sie erhalten eine Vertrauensbewertung sowie eine Aufschlüsselung aller erkannten Anzeichen.
Google Safe Browsing
Am besten geeignet für: Schnelle Bewertung bekannter schädlicher Websites mithilfe der Datenbank, der die meisten Browser bereits vertrauen.
Google Safe Browsing ist die Technologie hinter den roten Warnmeldungen, die Sie wahrscheinlich schon in Chrome, Firefox und Safari gesehen haben. Auf der Seite „Transparenzbericht“ können Sie jede beliebige URL direkt mit der Google-Datenbank abgleichen. Es handelt sich um eine der renommiertesten Blacklists überhaupt, die ständig aktualisiert wird. Da sie jedoch nach dem Blacklist-Prinzip funktioniert, ist eine brandneue Phishing-Seite möglicherweise noch nicht in der Datenbank enthalten.
VirusTotal
Am besten geeignet für: Umfassende Scans mit mehreren Engines und Sandboxing von Dateien und Anhängen für die Sicherheitsforschung.
VirusTotal überprüft Ihre URL gleichzeitig mit über 70 Antiviren-Engines und Sicherheitsanbietern und zeigt Ihnen das Ergebnis an. Es ist das Tool, auf das die meisten Sicherheitsforscher zurückgreifen, wenn sie detaillierte Informationen benötigen. Der Nachteil: Die Ergebnisse können unübersichtlich sein, wenn Sie keinen sicherheitstechnischen Hintergrund haben, und alles, was Sie einreichen, wird für die gesamte VirusTotal-Community sichtbar.
URLVoid
Am besten geeignet für: Überprüfung der Domain-Reputation mittels WHOIS, IP-Geolokalisierung und Blacklist-Verlauf bei unbekannten Domains.
URLVoid überprüft die Reputation einer Domain anhand von über 30 Blacklist-Diensten und liefert neben dem Ergebnis nützliche Zusatzinformationen: Alter der Domain, WHOIS-Einträge, IP-Geolokalisierung und Serverstandort. Es handelt sich um eine zuverlässige und schnelle Reputationsprüfung für unbekannte Domains, doch ähnlich wie Google Safe Browsing stützt sich das Tool auf Blacklists und erkennt daher brandneue Phishing-Seiten nicht.
Schnellvergleich: Welchen Link-Checker solltest du verwenden?
Falls Sie sich noch nicht sicher sind, welches Sie wählen sollen, finden Sie hier eine kurze Übersicht:
| Merkmal | PowerDMARC Phishing-Link-Prüfer | Google Safe Browsing | VirusTotal | URLVoid |
|---|---|---|---|---|
| Erkennungsansatz | Heuristiken + 2 Bedrohungsdatenbanken | Google-Sperrliste | Über 70 Antiviren-Engines | Über 30 Sperrlisten |
| Verfolgt Weiterleitungsketten | ✓ | ✗ | ✗ | ✗ |
| Überprüfung des Domain-Alters | ✓ | ✗ | ✗ | ✓ |
| Erkennung von Zero-Day-Phishing | ✓ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Vertrauensbewertung mit Aufschlüsselung | ✓ | Nur ein „Bestanden“- oder „Nicht bestanden“-Urteil | Hinweise des Anbieters | Nur Ruf |
| Private URLs | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ |
| Scannen von Dateien/Anhängen | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Konsens zwischen mehreren Anbietern | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| Am besten geeignet für | Phishing per E-Mail | Bekannte schädliche Websites | Umfassende Scans mehrerer Laufwerke und Dateien | Domain-Reputation + WHOIS |
So überprüfen Sie manuell, ob ein Link sicher ist (5 Warnsignale)
Ein paar einfache Gewohnheiten können dir helfen, die meisten unseriösen Links zu erkennen, noch bevor du darauf klickst:
- Fahre mit der Maus über den Link, ohne darauf zu klicken: Dein Browser zeigt die tatsächliche URL unten links an. Wenn diese nicht mit dem Ziel übereinstimmt, das der Link vorgibt, solltest du ihn als verdächtig einstufen.
- Achten Sie auf HTTPS, aber vertrauen Sie nicht blind darauf: HTTPS und das Vorhängeschloss-Symbol bedeuten, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Sie bedeuten jedoch nicht, dass die Website seriös ist. Phishing-Seiten nutzen HTTPS regelmäßig. Allerdings ist unverschlüsseltes HTTP ein eindeutiges Warnsignal, da eine echte Bank oder ein echter Online-Händler im Jahr 2026 einfach keine unverschlüsselten Verbindungen mehr nutzt.
- Achten Sie auf Rechtschreibfehler und ähnlich klingende Domains: Angreifer nutzen gerne subtile Zeichenvertauschungen: paypa1.com (Ziffer 1 statt Buchstabe l), microsoft-secure.com, amazon-verify.net.
- Gekürzte URLs aufklappen: Dienste wie bit.ly, tinyurl und t.co verbergen das tatsächliche Ziel. Auch wenn ein Tool zum Kürzen von Links nützlich sein kann, um übersichtlichere und leichter teilbare URLs zu erstellen, ist es wichtig, vor dem Anklicken zu überprüfen, wohin ein gekürzter Link führt.
- Achten Sie auf den Kontext und den Absender: Ein plötzliches Gefühl der Dringlichkeit („Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt!“), unbekannte Absender, Aufforderungen zur Eingabe von Zugangsdaten oder zur Zahlung sowie Nachrichten von Bekannten, die irgendwie seltsam wirken, sind allesamt klassische Anzeichen für Phishing. Im Zweifelsfall sollten Sie sich am besten direkt an den Absender wenden und die Echtheit der Anfrage bestätigen.
Was tun, wenn Sie auf einen verdächtigen Link geklickt haben?
Falls Sie bereits auf etwas geklickt haben, das Sie besser nicht hätten anklicken sollen, gibt es keinen Grund, sofort in Panik zu geraten. Befolgen Sie stattdessen die folgenden Schritte, um die Situation unter Kontrolle zu bringen:
- Trennen Sie die Internetverbindung: Trennen Sie sofort die WLAN-Verbindung. Dadurch können Sie eventuell gerade laufende schädliche Downloads unterbinden.
- Führen Sie einen vollständigen Virenscan durch: Nutzen Sie die bei Ihnen installierte Endgeräteschutzlösung und lassen Sie einen vollständigen Systemscan durchführen – keinen Schnellscan.
- Ändern Sie Ihre Passwörter: Beginnen Sie mit allen Konten, bei denen Sie Ihre Zugangsdaten eingegeben haben könnten, und fahren Sie dann mit Ihrem E-Mail-Konto und allen anderen Konten fort, für die Sie dasselbe Passwort verwenden. Verwenden Sie nach Möglichkeit ein anderes Gerät.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung überall: Falls Sie die 2FA bisher noch nicht aktiviert hatten, sollten Sie dies jetzt tun – insbesondere für E-Mail-Konten, Online-Banking und alle Konten, die mit Zahlungen verbunden sind.
- Überprüfen Sie Ihre Konto- und Kreditkartenabrechnungen: Achten Sie auf Transaktionen, die Sie nicht zuordnen können. Falls Sie auf der verdächtigen Seite Zahlungsdaten eingegeben haben, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank und bitten Sie darum, die Karte zu sperren.
- Überprüfen Sie den Link mit einem Checker: Es lohnt sich zu wissen, worauf Sie tatsächlich geklickt haben. Fügen Sie die URL in den Phishing-Link-Checker von PowerDMARC ein, um zu sehen, ob der Link tatsächlich bösartig ist. Die detaillierte Analyse hilft Ihnen zu verstehen, welche Daten möglicherweise offengelegt wurden und welche Maßnahmen Sie vorrangig ergreifen sollten.
- Melden Sie den Vorfall: Leiten Sie Phishing-E-Mails an Ihr IT-Team weiter, wenn Sie am Arbeitsplatz sind, und an die zuständigen Anti-Phishing-Behörden ([email protected] für weltweite Meldungen oder die entsprechende Stelle in Ihrem Land).
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich feststellen, ob ein Link sicher ist?
Am schnellsten geht es mit einem kostenlosen Link-Checker wie dem „Phishing Link Checker“ von PowerDMARC. Fügen Sie die URL ein, und Sie erhalten sofort eine Vertrauensbewertung. Wenn Sie kein solches Tool zur Hand haben, fahren Sie mit der Maus über den Link, um eine Vorschau des Ziels anzuzeigen, prüfen Sie, ob HTTPS verwendet wird, und lesen Sie die Domain sorgfältig auf Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Zeichenvertauschungen durch.
Kann ein Link gefährlich sein, auch wenn er mit HTTPS beginnt?
Ja. HTTPS verschlüsselt lediglich die Verbindung zwischen Ihrem Browser und der Website. Es sagt nichts darüber aus, ob die Website selbst vertrauenswürdig ist. Phishing-Betrüger besorgen sich regelmäßig kostenlose HTTPS-Zertifikate für ihre gefälschten Anmeldeseiten. Überprüfen Sie immer die vollständige Domain, nicht nur das Protokoll.
Was passiert, wenn ich auf einen Phishing-Link klicke?
Das hängt davon ab, was sich auf der anderen Seite verbirgt. Möglicherweise gelangen Sie auf eine überzeugend gefälschte Anmeldeseite, die darauf ausgelegt ist, Ihre Zugangsdaten zu stehlen, werden aufgefordert, eine Datei herunterzuladen, die sich als Malware entpuppt, oder werden durch eine Kette von Weiterleitungen geschleust, bevor Sie das endgültige Ziel erreichen. In manchen Fällen kann bereits der bloße Besuch einer schädlichen Seite einen Drive-by-Download auslösen, der eine Sicherheitslücke in einem nicht gepatchten Browser ausnutzt. Wenn Sie darauf geklickt haben, trennen Sie sofort die Internetverbindung und befolgen Sie die Wiederherstellungsschritte im obigen Abschnitt.
Gibt es ein kostenloses Tool, mit dem man überprüfen kann, ob ein Link sicher ist?
Ja, dafür gibt es mehrere kostenlose Tools. Der Phishing Link Checker von PowerDMARC, Google Safe Browsing, VirusTotal und URLVoid sind alle kostenlos und erfordern keine Registrierung.
Wie kann ich einen Link überprüfen, ohne darauf zu klicken?
Kopieren Sie den Link, ohne ihn zu öffnen, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und „Link-Adresse kopieren“ auswählen (oder auf Mobilgeräten lange darauf drücken und „Link kopieren“ auswählen). Fügen Sie die URL anschließend in einen Link-Checker ein. Das Tool führt alle Prüfungen serverseitig durch, sodass Ihr Browser niemals Kontakt mit der verdächtigen URL aufnehmen muss.
- DMARC-MSP-Fallstudie: „The Great Geek“ erweitert seine E-Mail-Sicherheitsdienste für KMU mit PowerDMARC – 25. Juni 2026
- So funktioniert „Email Spoofing-as-a-Service“ und wie man es verhindern kann – 24. Juni 2026
- Phishing-Aufklärung: Wie Angreifer anfällige Domains identifizieren und ins Visier nehmen – 24. Juni 2026
