Bericht zur Einführung von DMARC und MTA-STS in Österreich 2026

Österreichische Organisationen, die im Jahr 2026 tätig sind, bewegen sich in einem komplexen Cybersicherheitsumfeld, das durch zunehmend gezieltes E-Mail-Spoofing, Spear-Phishing und digitale Markenimitation gekennzeichnet ist. Diese Anfälligkeit ist angesichts der aktuellen regulatorischen Vorgaben, darunter das österreichische Gesetz über die Sicherheit von Netzwerken und Informationssystemen von 2026 (NISG 2026), der die EU-NIS2-Richtlinie in nationales Recht umsetzt, sowie den operativen Leitlinien von CERT.at. Beide Rahmenwerke legen Wert auf eine robuste Domänenauthentifizierung (SPF, DKIM, DMARC) und Transitverschlüsselung zum Schutz wesentlicher Dienste und digitaler Lieferketten. Eine Verzögerung der vollständigen Protokollumsetzung setzt Unternehmen dem Risiko schwerwiegender Reputationsschäden und der automatischen Filterung durch globale E-Mail-Anbieter aus.

Auf einen Blick: Wichtigste Ergebnisse aus ganz Österreich

Unsere landesweite Bestandsaufnahme der österreichischen Domäneninfrastruktur zeigt sowohl deutliche operative Stärken als auch systemische Sicherheitslücken auf:

Österreich-SPF

SPF-Baseline-Disziplin: 97,0 % korrekt – Österreichische Organisationen weisen eine außergewöhnlich gute Datenverwaltung auf, wobei nur bei 3,0 % SPF-Syntaxfehler oder Fehlkonfigurationen auftreten.

Einführung von dmarc in Österreich

Mängel bei der DMARC-Durchsetzung: Zwar veröffentlichen 74,8 % der untersuchten österreichischen Domains einen gültigen DMARC-Eintrag, doch setzen nur 19,7 % eine schützende „p=reject“-Richtlinie durch, um gefälschte Nachrichten aktiv zu blockieren. Die Mehrheit bleibt ungeschützt und verlässt sich auf passive Überwachung (p=none bei 32,4 %), vorübergehende Quarantäneregeln (p=quarantine bei 22,7 %), falsch konfigurierte Einträge (1,9 %) oder den vollständigen Verzicht auf DMARC (23,3 %).

Einführung von dmarc in Österreich

MTA-STS-Defizit im Transit: Die Sicherheit im Transitbereich bleibt landesweit weitgehend unberücksichtigt, da bei 98,1 % der Domains MTA-STS-Richtlinien fehlen. Nur 1,9 % der österreichischen Domains haben eine aktive MTA-STS-Durchsetzung implementiert, wodurch der SMTP-Verkehr dem Risiko von Man-in-the-Middle-Angriffen (MiTM) und damit verbundenen Verbindungsherabstufungen ausgesetzt ist.

Einführung von dmarc in Österreich

DNSSEC-Sicherheitslücke: Nur 7,1 % aktiviert – Bei satten 92,9 % der analysierten österreichischen Domains fehlt DNSSEC-Schutz -Schutz, was zu einer weitreichenden Anfälligkeit gegenüber DNS-Spoofing, Cache-Poisoning und unbefugtem Domain-Hijacking führt.

Analyse nach Sektoren

1. Finanzdienstleistungen (Bankwesen): Konsequente Umsetzung der Vorschriften bei geringfügigen Mängeln im Transportwesen

Angetrieben durch strenge regulatorische Vorgaben im Rahmen des NISG 2026 und ein hohes Risiko für Finanzbetrug ist der österreichische Bankensektor landesweit führend bei der aktiven Durchsetzung von DMARC, wenngleich die Sicherheit auf der Transportschicht noch weiter verbessert werden muss.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 96,3 % richtig (3,7 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 47,6 % (landesweit führend)
DMARC-Richtlinien 21,9 % bei „Quarantäne“, 26,8 % bei „Keine“
DMARC-Lücke 3,7 % fehlende Datensätze
MTA-STS-Annahme 1,2 % besichert (98,8 % unbesichert)
DNSSEC-Annahme 8,5 % aktiviert (91,5 % deaktiviert)
Finanzen SPF

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Der Bankensektor weist in Österreich die höchste Durchsetzungsquote für „p=reject“ (47,6 %) bei gleichzeitig außergewöhnlich niedriger Quote fehlender Datensätze (3,7 %) auf. Allerdings befindet sich mehr als ein Viertel (26,8 %) der Finanzdomänen weiterhin im reinen Überwachungsmodus (p=none). Da zudem 98,8 % der Bankendomänen nicht über MTA-STS verfügen, sind hochwertige Finanzkommunikationen weiterhin anfällig für Abhörversuche auf der Transportschicht.

Die PowerDMARC-Strategie

Unsere gehostete MTA-STS-Dienst Dienst sorgt nahtlos für verschlüsselte TLS-Verbindungen und gewährleistet so, dass Finanztransaktionen und die Kommunikation mit Kunden vor Downgrade-Angriffen geschützt sind.

2. Gesundheitswesen: Erhebliche DMARC-Lücke und minimaler Schutz

Einrichtungen des Gesundheitswesens verarbeiten hochsensible Daten, dennoch weist der österreichische Gesundheitssektor unter allen analysierten Branchen die schwächste Abwehrfähigkeit auf.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 98,8 % richtig (1,2 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 7,4 % (Branchen-Tief)
DMARC-Richtlinien 15,7 % Quarantäne, 33,1 % Keine
DMARC-Lücke 38,8 % fehlende Datensätze, 5,0 % fehlerhafte Datensätze
MTA-STS-Annahme 0,8 % gültig (99,2 % ungesichert)
DNSSEC-Annahme 2,5 % aktiviert (97,5 % deaktiviert)
Einführung von dmarc in Österreich

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Im Gesundheitswesen wurde landesweit die höchste DMARC-Ausfallrate (38,8 %) und die niedrigste Rate an Ablehnungsrichtlinien (7,4 %) verzeichnet. In Verbindung mit 5,0 % falsch konfigurierten Datensätzen und 33,1 % passiver Überwachung versäumen es fast 80 % der Domains im Gesundheitswesen, ihre Marke vor Identitätsdiebstahl zu schützen, wodurch die Netzwerke der Patienten Phishing- und Ransomware-Angriffen ausgesetzt sind.

Die PowerDMARC-Strategie

Die PowerDMARC-Strategie: Wir begleiten Gesundheitsdienstleister bei einem strukturierten Übergang zu „active p=reject -Durchsetzung und schützen so die Kommunikation im Rahmen der Patientenversorgung, ohne den legitimen ausgehenden E-Mail-Verkehr zu beeinträchtigen.

3. Öffentlicher Sektor (Regierung): Starke Führungsrolle bei DNSSEC, mäßige Durchsetzung der Richtlinien

Einrichtungen des öffentlichen Sektors zeigen eine bemerkenswerte Vorreiterrolle bei der Domänenintegrität, doch die Durchsetzung der Richtlinien in der staatlichen Kommunikation ist nach wie vor nur mäßig.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 94,4 % richtig (5,6 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 16.7%
DMARC-Richtlinien 31,9 % Quarantäne, 27,8 % Keine
DMARC-Lücke 23,6 % fehlende Datensätze
MTA-STS-Annahme 4,2 % gültig (95,8 % ungesichert)
DNSSEC-Annahme 19,4 % mit Behinderung (landesweit führend, 80,6 % ohne Behinderung)
Regierung – MTA – STS

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Behördliche Domains sind in Österreich führend bei der DNSSEC-Einführung (19,4 %) und weisen eine solide p=quarantine-Nutzung auf (31,9 %). Dennoch fehlen bei 23,6 % DMARC-Einstellungen gänzlich, und 27,8 % verharren bei p=none, was Angreifern die Möglichkeit bietet, sich bei Phishing-Angriffen als Behörden auszugeben.

Die PowerDMARC-Strategie

Unser mandantenfähiges Portal ermöglicht es Behörden, die Verwaltung und Durchsetzung von Richtlinien für DMARC für Behörden über verschiedene Subdomains der Ministerien hinweg von einem einzigen Kontrollpanel aus zu zentralisieren.

4. Ausbildung: Hohe SPF-Genauigkeit, passive Sicherheitslage

Hochschuleinrichtungen verwalten umfangreiche Nutzerbasis und Cloud-Dienste, wobei sie zwar eine solide Erstkonfiguration aufweisen, sich jedoch stark auf passive Überwachung stützen.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 98,6 % richtig (1,4 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 14.9%
DMARC-Richtlinien 27,0 % Quarantäne, 41,9 % Keine
DMARC-Lücke 16,2 % fehlende Datensätze
MTA-STS-Annahme 0,0 % gedeckt (100,0 % unbesichert)
DNSSEC-Annahme 9,5 % aktiviert (90,5 % deaktiviert)
Einführung von dmarc in Österreich

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Im Bildungsbereich wird eine SPF-Genauigkeit von 98,6 % erreicht, doch bei 41,9 % der Domains bleibt der Wert bei „p=none“ stehen. Da MTA-STS überhaupt nicht eingesetzt wird (100,0 % ungesichert), sind akademische Domains dem Risiko des Diebstahls von Anmeldedaten und des Abfangens von Daten ausgesetzt.

Die PowerDMARC-Strategie

Hochschulnetzwerke überschreiten häufig das Grenze von 10 DNS-Lookups aufgrund entkoppelter Cloud-Dienste. PowerSPF komprimiert Konfigurationen automatisch und stellt so sicher, dass legitime Kommunikation die SPF-Prüfung stets besteht.

5. Energie: Erhebliche Messabweichungen während des Transports und Überwachungsverzerrungen

Die kritische Energieinfrastruktur Österreichs erfüllt die SPF-Anforderungen zuverlässig, doch die Transitkanäle und DMARC-Richtlinien sind nur unzureichend geschützt.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 93,5 % richtig (6,5 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 14.1%
DMARC-Richtlinien 25,0 % Quarantäne, 40,2 % Keine
DMARC-Lücke 19,6 % fehlende Datensätze, 1,1 % fehlerhafte Datensätze
MTA-STS-Annahme 1,1 % besichert (98,9 % unbesichert)
DNSSEC-Annahme 4,3 % aktiviert (95,7 % deaktiviert)
Einführung von Energy-SPF

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Über 40 % der Domains im Energiesektor stützen sich auf eine passive Überwachung (p=none), während 19,6 % über keinen DMARC-Eintrag verfügen. Diese Abhängigkeit, gepaart mit dem Fehlen von MTA-STS bei 98,9 %, setzt wichtige Energieversorger gezielten Spear-Phishing- und Lieferkettenangriffen im Geltungsbereich der NISG 2026 aus.

Die PowerDMARC-Strategie

Wir verknüpfen die DMARC-Durchsetzung mit automatisierten gehostetem MTA-STS , um geschäftskritische E-Mails vor Domain-Spoofing und dem Abfangen auf der Transportebene zu schützen.

6. Medien: Hohe Markenpräsenz bei weitverbreiteter passiver Wahrnehmung

Medienkanäle genießen großes öffentliches Vertrauen, doch ihre Sicherheitsvorkehrungen zur Domänenauthentifizierung weisen erhebliche Lücken auf.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 98,7 % richtig (1,3 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 21.2%
DMARC-Richtlinien 17,5 % Quarantäne, 36,2 % Keine
DMARC-Lücke 23,8 % fehlende Datensätze, 1,3 % fehlerhafte Datensätze
MTA-STS-Annahme 0,0 % gedeckt (100,0 % unbesichert)
DNSSEC-Annahme 3,7 % aktiviert (96,3 % deaktiviert)
Media-DMARC

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Da bei fast einem Viertel (23,8 %) der Medien-Domains kein DMARC vorhanden ist, 36,2 % auf „p=none“ eingestellt sind und MTA-STS überhaupt nicht eingesetzt wird (100,0 % ungesichert), sind Nachrichtennetzwerke weiterhin anfällig für Markenmissbrauch und die Verbreitung von Fake News.

Die PowerDMARC-Strategie

Implementierung von von Brand Indicators for Message Identification (BIMI) ermöglicht es Medienunternehmen, verifizierte Markenlogos direkt in den Posteingängen der Abonnenten anzuzeigen – zusätzlich zum durchgesetzten DMARC-Schutz.

7. Telekommunikation: Starke branchenweite Akzeptanz, führend bei der Einhaltung der MTA-STS-Standards

Telekommunikationsbetreiber betreiben komplexe Routing-Netzwerke mit hohem Datenvolumen und zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit bei verschiedenen Protokollen aus.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 97,0 % richtig (3,0 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 25.3%
DMARC-Richtlinien 27,7 % Quarantäne, 27,7 % Keine
DMARC-Lücke 17,8 % fehlende Datensätze, 1,5 % fehlerhafte Datensätze
MTA-STS-Annahme 5,0 % gültig (landesweit führend, 95,0 % ungesichert)
DNSSEC-Annahme 9,4 % aktiviert (90,6 % deaktiviert)
Einführung von dmarc in Österreich

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Der Telekommunikationssektor ist in Österreich führend bei der Einhaltung der MTA-STS-Standards (5,0 %) und weist eine ausgewogene DMARC-Bilanz auf (53,0 % insgesamt, bestehend aus „p=reject“ und „p=quarantine“). Allerdings machen 17,8 % fehlende DMARC-Einstellungen und 27,7 % passive Überwachung Subdomains anfällig für Spoofing über SMS- und E-Mail-Gateways.

Die PowerDMARC-Strategie

Wir optimieren den Übergang zu einem strengen p=reject -Richtlinie in den Netzwerken großer Netzbetreiber und verhindern so, dass Angreifer Telekommunikationsmarken missbrauchen, um Teilnehmer anzugreifen.

8. Transport und Logistik: Solide aktive Verteidigung, Null-Transport-Verschlüsselung

Logistikdienstleister stützen sich in hohem Maße auf automatisierte B2B-Kommunikation, was zu hohen aktiven DMARC-Raten führt, jedoch ohne Transportverschlüsselung.

Protokollmetrik Aktueller Stand
Genauigkeit des SPF-Werts 93,3 % richtig (6,7 % falsch)
DMARC-Abweisungsrichtlinie 36.6%
DMARC-Richtlinien 20,0 % Quarantäne, 26,7 % Keine
DMARC-Lücke 16,7 % fehlende Datensätze
MTA-STS-Annahme 0,0 % gedeckt (100,0 % unbesichert)
DNSSEC-Annahme 6,7 % aktiviert (93,3 % deaktiviert)
Transport-SPF

Offenlegung einer Sicherheitslücke

Der Transportsektor weist mit 36,6 % die zweithöchste Ablehnungsquote in Österreich auf. Da MTA-STS jedoch gänzlich nicht eingesetzt wird (100,0 % ungesichert), sind E-Mails in der Lieferkette anfällig für Manipulationen während des Transits und Betrug durch die Umleitung von Rechnungen.

Die PowerDMARC-Strategie

Wir sichern B2B-Logistikkanäle durch automatisierte TLS-Durchsetzung und gehostete MTA-STSund überprüfen eingehende Versandaufträge sowie automatisierte Rechnungsdaten, bevor diese die Posteingänge unserer Kunden erreichen.

Ein tiefer Einblick: Vier systemische Schwachstellen bei österreichischen Domains

1. Die Beobachtungsfalle: Übermäßiges Vertrauen in p=none

Ein wesentlicher Mangel im österreichischen Verteidigungssystem besteht darin, dass die Überwachung als Endziel betrachtet wird. Derzeit sind 32,4 % der österreichischen Domains weiterhin in einem passiven Zustand p=none DMARC-Konfiguration. Dies ermöglicht zwar Einblick in die E-Mail-Ströme, bietet jedoch keinerlei aktiven Schutz vor Domain-Spoofing.

Expertenwissen:

„Die Einführung von DMARC mit der Einstellung `p=none` ohne einen strukturierten Plan zur Durchsetzung ist so, als würde man Überwachungskameras installieren, während die Eingangstür unverschlossen bleibt. Die Überwachung zeigt zwar Bedrohungen an, aber nur strenge `p=reject`-Richtlinien verhindern Identitätsbetrug.“

Einführung von dmarc in Österreich

Maitham Al Lawati, Geschäftsführer, PowerDMARC

Expertenwissen:

Expertenmeinung: „Durch den Einsatz von Cloud-Lösungen in Unternehmen sind Überschreitungen der SPF-Lookup-Limits fast unvermeidlich. Die Implementierung einer dynamischen SPF-Flattening-Funktion ist entscheidend für die programmatische Optimierung der Datensätze, die Beseitigung von Formatfehlern und den Schutz der kritischen Zustellbarkeit ausgehender E-Mails.“

Einführung von dmarc in Österreich

Yunes Tarada, Leiter der Dienstleistungsabteilung, PowerDMARC

2. Erschöpfung der SPF-Abfrage und Absicherung der Zustellung

Da österreichische Unternehmen Cloud-CRMs, Marketingplattformen und HR-Tools integrieren, überschreiten Domains häufig die in den SPF-Spezifikationen festgelegte Obergrenze von 10 DNS-Lookups. Eine Überschreitung dieser Grenze führt zu Fehlern bei der SPF-Auswertung, wodurch legitime Unternehmens-E-Mails die Validierung nicht bestehen.

3. MTA-STS: Sicherheitslücken bei der opportunistischen E-Mail-Weiterleitung

Da bei 98,1 % der österreichischen Domains MTA-STS-Validierung -Validierung, stützt sich fast der gesamte eingehende E-Mail-Verkehr auf opportunistisches TLS. Dies ermöglicht es Netzwerkangreifern, SSL-Stripping und Man-in-the-Middle-Angriffe durchzuführen und dabei Klartextkommunikation abzufangen.

Expertenwissen:

„Opportunistische Verschlüsselung ist keine sichere Strategie für die Transportsicherheit. Ohne die erzwungene Anwendung von MTA-STS können Angreifer Verbindungspfade problemlos auf einen niedrigeren Sicherheitsstandard herabstufen, um die Unternehmenskommunikation abzufangen. Die Implementierung einer strengen Transportverschlüsselung ist für die Wahrung der Nachrichtenintegrität und des Datenschutzes unabdingbar.“

Einführung von dmarc in Österreich

Ayan Bhuiya, Schichtleiter für Betrieb und Lieferung, PowerDMARC

Expertenwissen:

„Wenn Ihre Basis-Domain-Registrierungsstelle kompromittiert wird, werden Ihre nachgelagerten Anwendungssicherheitsmaßnahmen unwirksam. DNSSEC liefert die kryptografische Signatur, die erforderlich ist, um zu überprüfen, ob Nutzer tatsächlich Ihre echten Server erreichen und nicht etwa eine böswillige Nachahmung.“

Einführung von dmarc in Österreich

Ahona Rudra, Marketing Manager, PowerDMARC

4. DNSSEC: Vertrauenslücken auf der Routing-Ebene

Da bei 92,9 % der österreichischen Domains DNSSEC fehlt, ist die überwiegende Mehrheit weiterhin anfällig für DNS-Cache-Poisoning und böswilligen Weiterleitungen.

Globales Benchmarking: Österreich im Kontext

Zwar weist Österreich im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern eine höhere Grundgenauigkeit des SPF auf, doch lässt die Quote der aktiven Durchsetzungsmaßnahmen (p=reject) deutlich erkennen, dass es hier noch Raum für operative Verbesserungen gibt.

Die globale Rangliste: Vergleichsdaten für 2026

Land SPF Richtig DMARC-Ablehnung MTA-STS DNSSEC
Österreich 97.0% 19.7% 1.9% 7.1%
Frankreich 95.6% 28.3% 2.6% 17.9%
Spanien 97.0% 18.0% 0.8% 10.4%
Italien 91.0% 16.7% 1.0% 3.5%
Polen 98.9% 21.2% 0.9% 15.7%
Niederlande 70.0% 23.2% 0.9% 37.7%
Brasilien 92.1% 20.7% 0.7% 21.9%
Ecuador 96.1% 24.9% 1.4% 4.8%
USA 95.7% 49.0% 1.7% 18.0%
UK 93.7% 44.1% 20.6% 3.8%

Österreich im globalen Rampenlicht: Analyse 2026

1
Durchsetzungsposition

Die Ablehnungsquote in Österreich (19,7 %) liegt über der von Vergleichsländern wie Spanien (18,0 %) und Italien (16,7 %), bleibt jedoch hinter der von Frankreich (28,3 %), den USA (49,0 %) und dem Vereinigten Königreich (44,1 %) zurück.

2
MTA-STS-Konformität

Mit 1,9 % liegt die MTA-STS-Nutzungsrate in Österreich über der von Spanien (0,8 %), Italien (1,0 %), Polen (0,9 %) und den USA (1,7 %) und wird nur von Frankreich (2,6 %) und dem Vereinigten Königreich (20,6 %) übertroffen.

3
DNSSEC-Status

Die DNSSEC-Verbreitung in Österreich (7,1 %) liegt über der in Italien (3,5 %) und Ecuador (4,8 %), bleibt jedoch hinter Spanien (10,4 %), Frankreich (17,9 %) und den Niederlanden (37,7 %) zurück.

Der Standpunkt von PowerDMARC

„Österreich hat erfolgreich eine solide Grundlage mit einer hohen SPF-Einhaltung in allen Sektoren geschaffen. Die größte Herausforderung besteht nun darin, von der passiven Beobachtung zur aktiven Durchsetzung überzugehen. Da das NISG 2026 strenge Cybersicherheitsverpflichtungen für kritische Sektoren festlegt, ist der Übergang zu automatisierten Ablehnungen und der durchgesetzten MTA-STS-Richtlinie der notwendige nächste Schritt für die nationale digitale Widerstandsfähigkeit.“

Strategischer Fahrplan: Der Übergang zum aktiven Schutz

Um Schwachstellen im Bereich der Domänen zu mindern und die Anforderungen der NISG 2026 zu erfüllen, sollten österreichische Organisationen drei strategische Schritte umsetzen:

Übergang zur vollständigen Durchsetzung

Übergang von der passiven Überwachung (p = keine) zur strengen Durchsetzung (p = ablehnen) bis hin zur aktiven Blockierung gefälschter Nachrichten.

Hosted MTA-STS bereitstellen

Setzen Sie TLS-Verschlüsselung auf allen Übertragungswegen durch, um die „Man-in-the-Middle“-Sicherheitslücke zu beseitigen.

SPF-Optimierung automatisieren

Führen Sie dynamisches SPF-Flattening ein, um Fehler aufgrund von Lookup-Limits zu vermeiden und eine einwandfreie Zustellbarkeit zu gewährleisten.

Methodik, Forschung und Datenquellen

Analyse von DNS-Einträgen

Es wurden automatisierte DNS-Abfragen in österreichischen Domain-Verzeichnissen durchgeführt, bei denen SPF-, DMARC-, MTA-STS- und DNSSEC-Einträge anhand der RFC-Standards überprüft wurden.

Stichprobenauswahl nach Sektoren

Die Bereiche wurden in acht wichtige nationale Wirtschaftszweige in Österreich unterteilt:

  • Bankwesen (Finanzdienstleistungen)
  • Gesundheitswesen
  • Öffentlicher Sektor (Staat)
  • Bildung
  • Energie
  • Medien
  • Telekommunikation
  • Transport & Logistik

Globales Benchmarking

Die internationalen Vergleichsindizes wurden unter Verwendung derselben DNS-Analysemethoden aus dem globalen Cybersicherheits-Datensatz von PowerDMARC erstellt. Dadurch lassen sich die Kennzahlen für Österreich direkt mit standardisierten Länderindizes aus Frankreich, Spanien, Italien, Polen, den Niederlanden, Brasilien, Ecuador, den USA und Großbritannien vergleichen.

Risikoklassifizierung

Bei Schwachstellenanalysen werden die „p=reject“-Durchsetzungsraten, die DMARC-Fehlraten, die Genauigkeit der SPF-Validierung sowie der Grad der MTA-STS-/DNSSEC-Einführung berücksichtigt.

Die Sichtbarkeit österreichischer Domains in aktive Verteidigung umwandeln

Österreichische IT-Teams haben bei der Einrichtung grundlegender Domänen hervorragende Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Um Kommunikationskanäle zu sichern, ist ein Übergang von der passiven Beobachtung hin zu einer aktiven, automatisierten Durchsetzung erforderlich. Wenden Sie sich an das Team von PowerDMARC, um die E-Mail-Authentifizierung in Ihrem Unternehmen zu verbessern.